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Ausstellungseröffnung „Die Leipziger Meuten - Jugendopposition 1933 - 1945“

(27.01.2012)
 

Am Montag, dem 30. Januar, wird um 11 Uhr im Leipziger Schulmuseum am Goerdelerring 20 die Ausstellung „Die Leipziger Meuten – Jugendopposition 1933 - 1945“ eröffnet.

Die Ausstellung wurde als Teil der Schau „Schule unterm Hakenkreuz“ gestaltet und gehört somit zur Dauerausstellung des Schulmuseums. Sie ist bei freiem Eintritt Montag - Freitag von 9 - 16 Uhr zu sehen.

Leipziger Meuten - eine ger größten oppositionellen Jugendgruppen
Erstmalig widmet sich damit eine Ausstellung einer der größten oppositionellen Jugendgruppen während der Zeit des Nationalsozialismus – den Leipziger Meuten. Leipzig gehörte zwischen 1933 und 1945 zu den Zentren jugendlicher Opposition. Ab Mitte der 1930er Jahre fanden sich Arbeiterjugendliche in ihren Wohnvierteln jenseits der Hitlerjugend zusammen. Die Leipziger Meuten kleideten sich anders als die HJ, gestalteten ihre Freizeit selbstbestimmt und wurden stellenweise mit Flugblättern und verschiedenen Aktionen gegen den NS-Staat aktiv. Bis zu 1.500 Mädchen und Jungen zählte die Gestapo zu den Meuten in Leipzig. Für viele endete dieses Aufbegehren 1939/40 in Gefängnissen und Erziehungsanstalten des NS-Regimes.

In der DDR gerieten die Leipziger Meuten weitgehend in Vergessenheit, weil sie nicht zum kommunistischen Widerstand gerechnet werden konnten. Erst seit den 1980er Jahren beschäftigten sich einige Historiker mit ihnen. Dennoch sind diese oppositionellen Jugendgruppen in ihrer Heimatstadt bislang weitgehend unbekannt geblieben.

Mit der Ausstellung des Schulmuseums Leipzig können die Besucher nun erstmalig die Geschichte der Leipziger Meuten anhand verschiedener Exponate und Medien nachvollziehen, ebenso die Verfolgung durch die NS-Justiz und die Weiterentwicklung der oppositionellen Jugendkultur zu Beginn der 40er Jahre. Vom „Hotkoffer“ bis zur Hörstation, vom Touchscreen bis zu den sechs Ausstellungstafeln, von der Vitrine bis zu den Dokumentenmappen mit Gestapoakten werden vielfältige Zugangsformen für unterschiedliche Zielgruppen angeboten.

Die Ausstellung wird von Bürgermeister Thomas Fabian und dem Projektleiter Dr. Alexander Lange eröffnet. Anja Herold-Beckmann vom Sächsischen Innenministerium spricht ein Grußwort. Sie hatte im Rahmen des Förderprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ dieses Projekt betreut und die Finanzierung ermöglicht.

Filmpremiere „Kein Bock auf HJ – Die Leipziger Meuten“
Bereits am Freitag, dem 27. Januar, findet um 19.30 Uhr die Filmpremiere „Kein Bock auf HJ – Die Leipziger Meuten“ im Theater „Die Schille“ in der Otto-Schill-Straße 7, Hinterhaus statt. Der 25-minütige Spielfilm zeigt Einblicke in die Lebenswelt der Leipziger Meuten und wurde vom Schulmuseum Leipzig in Kooperation mit dem Evangelischen Schulzentrum erarbeitet. Regie führte Gunter Fischer.

www.schulmuseum-leipzig.de

 
 
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Plakat Die Leipziger Meuten

 
 

deli.cio.us Mister Wong

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